fünf_minuten_brötchen

Brötchen aus dem 5-Minuten-Brot-Teig

Ein Rezept ganz nach meinem Geschmack: Einfach, schnell und verdammt lecker! Zudem variabel. Ich habe für den Anfang Brötchen aus dem Teig geformt, Brot, Baguette und sogar Pizzateig sind auch möglich.
Großer Vorteil: Bis die Brötchen fertig sind braucht man morgens ca. 1,5 h. Das ist eine gute Zeit für Sonntagsbrötchen. Aufstehen, Teig formen, gehen lassen, in der Zeit duschen, backen, Tisch decken, und wenn alles fertig ist, sind es die Brötchen auch und man kann sie warm genießen.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass der Teig bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden kann. Heißt, man nimmt immer nur so viel, wie man gerade braucht. Im Rezept, nach dem ich mich gerichtet habe, wird der Teig bis zu 14 Tage im Kühlschrank aufbewahrt. Das erscheint mir zu lang. Ich habe ihn mal zehn Tage drin gelassen, da ist der Teig kaum noch gegangen. Ebenfalls verändert habe ich die Hefemenge, und zwar nach unten, und wie immer Dinkel- anstatt Weizenmehl genommen.

Zutaten:

  • 1 kg Dinkelmehl (630)
  • 10 g frische Hefe
  • 710 g Wasser (Zimmertemperatur)
  • 4 TL Salz
  • opt. Mohn, Sesam, Körner

    Auch mit Sesam und Körnern lecker.

    Auch mit Sesam und Körnern lecker.

Zubereitung:

  • Hefe im Wasser auflösen
  • Mehl und Salz dazu geben
  • Alles verrühren (lange kneten nicht nötig)
  • In ausreichend größer Schüssel über Nacht in den Kühlschrank geben
    Anmerkung: Der Teig geht sehr stark auf. Wählt eine Schüssel, die der Teig ca. zu 1/3 ausfüllt
  • Am nächsten Morgen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf Arbeitsfläche geben
  • Kleine Stücke abstechen, diese rundschleifen (Bildanleitung) und 40 Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen
  • Ofen auf 230 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze)
  • Jetzt nach Belieben formen und einschneiden. Für die Optik etwas bemehlen (mache ich durch ein feines Haarsieb). Wer mag, benetzt die Brötchen mit Wasser und wälzt sie danach in Mohn, Sesam oder Körnern
  • In die mittlere Schiene in den Ofen geben, schwaden (mit der Blumenspritze kräftig reinspritzen, nicht auf die Lampe)
  • Nach ca. zehn Minuten die Schwaden ablassen, auf 200 Grad runterdrehen. Weitere 20 Minuten backen
    Anmerkung: Kontrolliert den Backfortschritt. Je nach Brötchengröße reichen weitere zehn bis 15 Minuten. Die Brötchen sind fertig, wenn sie eine schöne Bräunung haben und beim Klopfen auf die Rückseite hohl klingen.
5_minuten_Brötchen_innen

Und so sehen sie von innen aus.

18 thoughts on “Brötchen aus dem 5-Minuten-Brot-Teig

  1. Hallo,
    schöne Brötchen, vor allem die Krume gefällt mir gut. Werde ich mir mal merken, das Rezept.
    Was die Hefemenge bei langen kalten Führungen angeht, die könnte sogar noch reduziert werden. Für das o.g. Rezept würde ich bei einer Stehzeit bis zu 24 Stunden bei 10 g bleiben. Zwischen 24-48 Stunden kann man auf 8 g Hefe reduzieren, bei länger als 48 Stunden sogar auf 6-7 g.
    Sonst fangen die Hefen nach 1-2 Tagen an zu hungern und bauen Dir zu viel Kleberstruktur im Teig wieder ab.
    Viele Grüße!
    Björn

  2. guten Morgen,

    habe soeben den Teig zu Brötchen verarbeitet und in den Ofen geschoben. Eine Frage habe ich aber doch: ich habe mangels Dinkelmehl reguläres Weizenmehl 405 genommen – mein Teig war so weich, dass ich ihn kaum verarbeiten konnte, geschweige denn wirklich stabile Teiglinge schleifen. Dementsprechend ist auf dem Blech alles ziemlich ineinandergelaufen und ich backe jetzt gerade eine unfreiwillige „Brötchen-Sonne“. Hätte ich für Weizenmehl den Wasseranteil reduzieren müssen? Oder welche Faktoren können den Teig noch so arg flüssig machen? Evtl. zu viel Hefe? Bin gespannt auf Dein Feedback.

    Grüße,
    David

    • Guten Morgen!

      Wie lange hast du den Teig geknetet? Weizenmehl muss länger geknetet werden, damit sich die Kleberstruktur entwickelt. Wobei das bei diesem Teig laut Originalrezept ja gerade nicht gemacht werden muss. Also weiter überlegen.

      Die Hefe kann ein Grund sein. Wie viel hast du genommen, bzw. wie lange hattest du den Teig im Kühlschrank? Der Brotdoc hat in seinem Kommentar gut aufgeschlüsselt, um wie viel die Hefe reduziert werden müsste. Wie ich geschrieben habe, ging der Teig bei meiner Hefemenge nach einer Woche auch nicht mehr richtig, war auch sehr weich und ließ sich nicht so gut verarbeiten.

      Normalerweise explodieren die Brötchen noch mal im Ofen.

      Die Wassermenge habe ich vom Originalrezept 1:1 übernommen. Und da wird auch Weizenmehl verwendet. Das sollte also nicht das Problem sein.

      Was bei sehr weichem Teig noch hilft, sind mehrere Faltvorgänge. Das vielleicht beim nächsten Mal noch versuchen.

      Warst du ansonsten zufrieden mit dem Ergebnis?

      • Vielen Dank für Deine Antwort. Um es vorgezunehmen: das Ergebnis war (für mich) erstaunlicherweise über jeden Zweifel erhaben – das hätte ich bei diesem enorm weichen Teig nicht erwartet.
        Zu meiner Zubereitung: ich habe gestern Abend gegen 22 Uhr den Teig angesetzt. Dazu habe ich Dein Rezept halbiert und es statt mit Dinkel- mit Weizenmehl zubereitet. Hefe habe ich statt der Häfte (5g) etwas mehr genommen – ca. 6,5g, weil die Nacht im Kühlschrank nur kurz war und ich in der Vergangenheit Probleme mit schlecht aufgehenden Brötchen hatte. Geknetet habe ich den Teig nur so lange, bis eine homogene Konsistenz entstanden war und er sich halbwegs von der Schüssel gelöst hat – da Teiggerüst konnte man allerdings schon schön sehen. Im Kühlschrank stand er dann bei ca. 6 Grad für ungefähr 11 Stunden.
        Habe ihn dann rausgenommen, mit etwas mehl halbwegs bearbeitbar gemacht, dann die Stückchen gefaltet und geschliffen, 40 Minuten gehen lassen und ab in den Ofen. Wie gesagt, das Ergebnis ist ein Traum – wobei die Brötchen etwas ineinander gelaufen waren.
        Interessant wäre für mich halt, ob es an meiner Bearbeitung lag, oder ob ich bei reinem Weizenmehl vielleicht etwas weniger Wasser nehmen müsste.

        Bin gespannt, ob Du angesichts meiner Beschreibung noch Ideen hast.

        Auf jeden Fall vielen Dank für das wirklich leckere Rezept!

        Gruß,
        David

      • Hm, dazu fällt mir nicht mehr viel ein. Eigentlich sollte das alles passen. Das bisschen mehr Hefe sollte nichts ausmachen. Teste es doch beim nächsten Mal einfach mit etwas weniger Wasser und berichte, wie das dann geworden ist. Bin gespannt! Und freu mich, dass die Brötchen ansonsten gut geworden sind!

  3. So, ich schulde Dir ja noch ein Feedback – das kommt jetzt🙂
    Inzwischen habe ich die Brötchen 3mal gebacken, der Teig für morgen ist schon im Kühlschrank. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Teig auch bei Reduktion des Wassers um 10-20ml immer noch sehr klebrig ist, so dass die Arbeitsfläche häufig gut bemehlt werden muss, um ihn überhaupt in den Griff zu bekommen. Aber wenn die Teiglinge dann erstmal gefaltet und geschliffen sind (okay, das einschneiden später ist auch echt eine herausforderung, weil das messer kaum durch den klebrigen Teigling geht, ohne hängen zu bleiben) und in den heißen Ofen wandern, dann weiß ich mittlerweile, dass die Resultate großartig werden. Wirklich ein tolles Rezept, das auch diverse Mehlkombinationen verträgt. A propos: denkst Du, dass ein Teil des Mehls auch durch in der eigenen Mühle frisch gemahlenes Hafermehl ersetzt werden kann? Oder geht dann der Teig nicht mehr vernünftig?

    Grüße,
    David

    • Hi David,

      freut mich echt, dass dir die Brötchen so gut schmecken! Back sie doch mal als Sonne, dann ist das Ineinanderlaufen gewollt.🙂
      Ich bin auch langsam mit meiner Weißheit am Ende, was den zu weichen und klebrigen Teig bei dir betrifft. Bei mir geht es immer gut, wobei ich generell die Arbeitsfläche gut bemehle.
      Zu deiner Frage bzgl. Hafermehl: Das kannst du ruhig mal testen. Ggf. ist dann etwas mehr Wasser notwendig. Eine Freundin von mir hat das Rezept schon mal mit frisch gemahlenem Weizen gemacht, das ging problemlos. Kann sein, dass sie dann insgesamt etwas kompakter werden, aber das macht ja nichts.

      Grüße
      Sabine

  4. Hi Sabine,

    vielleicht ist es ja auch einfach nur meine Vorstellung von einem zu weichen Teig, und in Wahrheit ist alles optimal🙂 Wie auch immer, die Brötchen sind ein Hammer und wir lieben sie. Ich habe, seit ich sie das erste Mal gebacken habe, keine Bäckerei mehr von innen gesehen🙂 Momentan probiere ich ein paar andere Rezepte von Lutz („Plötzblog“) durch, aber bald gibt es garantiert auch wieder die 5-Minuten-Teig-Brötchen, dann vielleicht mit Hafermehl.

    Grüße,
    David

  5. Herrgott, ich und Augenmass! Dabei schreibst Du doch extra, das der Teig sehr stark aufgeht… aber ich hatte keine größere Schüssel😀 Schon nach wenigen Stunden hatte ich ein komplett mit Hefeteig gefülltes Kühlschrankfach und meine Kinder ein weiteres Anschauungsstück zum Thema „das Wunder der Hefe“… morgen wird gebacken und ich bin schon gespannt, aber sehr zuversichtlich. Danke für Dein Rezept! Ein toller Blog, bin froh, drüber „gestolpert“ zu sein.

    • Danke schön.🙂
      Bei mir quillt auch regelmäßig Teig über. Und man sollte meinen, ich wüsste es langsam besser. Lasst es euch schmecken morgen!

  6. Klingt gut, aber für Sonntag morgens wär mir das viiieeel zu lange! Das ist der Grund, warum ich immer nur abends Brot für die Woche mache und keine Brötchen.

  7. Danke für das tolle Rezept🙂
    Hab die Brötchen das erste mal in einer Springform alle zusammen gebacken ging echt gut🙂
    Das zweite mal hab ich Sie einfach statt schleifen und ruhen lassen, Teelöffel weise im cake Pop maker gebacken😀 ging super und meine 2,5 jährige Tochter findet die Brötchen so auch total super😉

  8. Ich habe sie eben ausprobiert.
    Gestern den Teig gemacht und mich ausnahmsweise mal genau an das Rezept gehalten. Ich war verblüfft, wie matschig der Teig heute morgen gewesen ist. Noch erstaunter bin ich aber über das Ergebnis. Die sehen so lecker aus. Gleich sind sie fertig und es geht an’s probieren. Danke für das Rezept!

    • Hi Irene,

      sorry erstmal für die späte Antwort, der Kommentar ging irgendwie unter. Der Umrechnungsfaktor bei Hefe ist 3:

      Gewicht Trockenhefe x 3 = Gewicht Frischhefe
      Gewicht Frischhefe : 3 = Gewicht Trockenhefe

      Also ca. drei Gramm Trockenhefe. Gutes Gelingen!

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